Präsentation
Anlässlich der ersten Präsentation ihrer Arbeit in Frankreich zeigt die Galerie „49 Nord 6 Est“ Werke von Beverly Buchanan (1940–2015) im Dialog mit dem Schaffen von Hélène Yamba-Guimbi (1995, Frankreich).
Die in North Carolina geborene Beverly Buchanan verankert ihr Werk in der Populärkultur des Südens der Vereinigten Staaten, wo sie aufwuchs. Sie setzt sich insbesondere mit der Geschichte der Sklaverei auseinander, indem sie Denkmäler in die Landschaft einfügt, die am Rande des Sichtbaren liegen – wie Geschichten, die man nicht erzählt. Ihre Skulpturen und Zeichnungen spiegeln ihre Verbundenheit mit traditionellen Volksbauten wider, die sie neu interpretiert, indem sie sowohl deren Verletzlichkeit als auch die Hartnäckigkeit, die sie entstehen ließ, zum Ausdruck bringt.
Beverly Buchanan schafft Raumfragmente, Strukturen, die aus Erinnerung und Erfahrung geformt sind, und thematisiert dabei unverblümt und liebevoll die Fragilität der Lebensbedingungen der afroamerikanischen Gemeinschaft im Süden der Vereinigten Staaten. Sowohl in ihren Pastellzeichnungen als auch in ihren Skulpturen aus Beton oder Holz setzt sie Volumen neu zusammen, enthüllt oder lässt im Schatten – und erinnert uns daran, dass sich die Wahrnehmung je nach Blickwinkel ändert.
Hélène Yamba-Guimbi lädt durch punktuelle Interventionen in den Ausstellungsräumen dazu ein, die physische Dimension des künstlerischen Schaffens zu betrachten und die Spannungen zwischen Infrastruktur und Körper zu spüren. Insbesondere hinterfragt sie mittels Klang die Frage nach der Anstrengung und nach einem so zarten Element wie dem Atem. Die Ausstellung lädt dazu ein, eine Künstlerin zu entdecken, die über die formale Kraft ihrer Werke hinaus bestrebt ist, die Vergänglichkeit des Lebens wiederzugeben, was mit dem Gefühl der Instabilität im Einklang steht, das unsere Zeit prägt.
Nützliche Informationen
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